Dr.med. Urs Honegger

Asthma bronchiale

Das Wort Asthma stammt aus dem Griechischen und bedeutet Atemnot. Atemnotist das typische Zeichen von Asthma. Diese Atemnot tritt anfallsweise auf. Meistens tönt das Atemgeräusch dabei pfeifend. Daneben kann aber auch nur ein lästiger Husten vorhanden sein.

Asthma ist häufig. Ungefähr jedes 10. Kind und jeder 20. Erwachsene leiden daran.

Das Bronchialasthma (Asthma bronchiale) ist eine Erkrankung der Luftröhren (=Bronchien). Die Schleimhaut dieser Luftröhren ist stark entzündet. Diese Entzündung lässt die Schleimhaut anschwellen. Es wird vermehrt Schleim gebildet. Die Muskeln der Luftröhren verkrampfen sich. Dadurch werden diese Luftröhren noch enger. Dies hat zur Folge, dass die Atemluft nur mit Mühe ein- und ausgeatmet werden kann.

Im Gegensatz zum Asthma bronchiale liegt die Ursachen bei Herzasthma in einer Schwäche des Herzens.

Asthma kann durch Stoffe ausgelöst werden, welche eine Überempfindlichkeitsreaktion (=Allergie) verursachen. Am häufigsten kommen Haustiere, Milben und Pollen in Frage. Auch Stoffe am Arbeitsplatz können ein Ursache für das Asthma sein. Infektionen der Luftröhren und körperliche Anstrengung können auch Asthmaanfälle hervorrufen.

Im Anfall ist die Lungenfunktion gestört. Dabei wird das Luftvolumen gemessen, welches in einer Sekunden mit voller Kraft aus der Lungen ausgeatmet werden kann (=FEV1). Mit dieser Messung kann der Schwergrad der Einengung der Luftröhren bestimmt werden.

Bei eindeutiger Situation bereitet die Diagnose keine Probleme. In unklaren Fällen muss ein genauere Untersuchung mit einem Provokationstest durchgeführt werden.

Asthma ist eine Krankheit, die mit Medikamenten behandelt wird. Am besten werden diese Medikamente inhaliert. Sie gelangen so direkt in die Luftröhren, wo sie wirken. Damit können die Nebenwirkung auf ein Minimum reduziert werden.

Es gibt zwei Arten von Medikamenten: Die einen eröffnen die verengten Luftwege, die anderen bekämpfen die Entzündung.

Jeder Asthmatiker sollte ein schnellwirksames, öffnendes Mittel jederzeit zur Verfügung haben.

Die entzündungshemmenden Mittel wirken im Asthmaanfall nicht sofort. Sie brauchen Zeit bis zum vollen Wirkungseintritt. Sie können kombiniert werden mit langewirksamen, öffnenden Mitteln. Diese Medikamente müssen regelmässig und unter Kontrolle Ihres Hausarztes oder Ihres Lungenfacharztes eingenommen werden. Mit der Messung von NO in der Ausatmungsluft kann die Dosierung besser gesteuert werden.

Durch eine regelmässige, inhalative Therapie kann der Asthmatiker in der Regel ein völlig normales Leben führen. Es gibt erfolgreiche Spitzensportler mit Asthma!

Bei einer bekannten Allergie muss der Kontakt mit diesem Stoff vermieden werden. Z.B. muss ein Tier aus dem Haushalt entfernt werden. Mit einer solchen Expositionsprophylaxe kann ein allergisches Asthma zum Verschwinden gebracht werden.