Dr.med. Urs Honegger

Lungenemphysem

Das Lungenemphysem ist definiert als eine abnorme Erweiterung des Luftraumes distal der terminalen Bronchiolen mit Zerstörung der Lungenbläschen.

Durch die Zerstörung der Lungenbläschen wird die Gasaustauschfläche vermindert. Die Wände der Luftwege werden instabil. Es kommt zu einer Einengung der Luftwege vor allem bei der Ausatmung.

In der Lungenfunktion ist eine Obstruktion vorhanden. Die Fluss-Volumen-Kurve weist den typischen Knick auf. Das Residualvolumen ist vergrössert. Als Folge der Zerstörung der Bläschen kann weniger Sauerstoff ins Blut aufgenommen werden. Der Sauerstoff im Blut ist vermindert.

Patienten mit einem Lungenemphysem haben Atemnot. Die Atemnot tritt zuerst nur bei grosser Anstrengung, später auch schon in Ruhe auf.

Eine Sonderform ist das Emphysm bei dem vererbten Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.