Dr.med. Urs Honegger

Husten

Der Husten ist ein sehr häufiges Symptom. Bis 50 % aller Arztbesuche betreffen das Symptom Husten. Der Husten kann ein erstes Zeichen einer Lungenkrankheit sein.

Man unterscheidet zwischen einem produktiven Husten, welcher Auswurf erzeugt, und einem Reizhusten. Blut im Auswurf (Hämoptoe) ist eine Alarmzeichen, bei welchem sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Ein Husten, welcher länger als 4 Wochen dauert, wird als chronischer Husten bezeichnet und sollte weiter abgeklärt werden.

Hustenmechanismus:

Zuerst wird Luft eingeatmet. Dann verschliessen die Stimmbänder die Luftröhre, die Ausatmungsmuskeln spannen sich an und erhöhen so den Druck im Brustkasten. Die Stimmbänder öffnen die Luftröhre und die eingeatmete Luft strömt explosionsartig nach aussen. Durch diese explosionsartige Ausatmung wird Schleim aus den Luftwegen nach aussen befördert. So werden die Luftwege "gereinigt".

Der Hustenreflex wird durch Aktivierung von Hustenrezeptoren im Bronchialbaum ausgelöst. Diese Aktivierung der Hustenrezeptoren erfolgt häufig durch eine Entzündung. Der Hustenreflex kann auch durch eine Reizung im Hals aktiviert werden.

Ursachen:

Abklärung:

Körperliche Untersuchung
Röntgenbild der Lungen
Lungenfunktion
Methacholin-Provokationstest
Bronchoskopie
Gastroskopie
Computer-Tomographie

Therapie:

Zuerst sollte die Ursache des Hustens gefunden und entsprechend behandelt werden.
Bei stark störendem Husten kann der Husten zusätzlich mit Medikamenten unterdrückt werden. Am häufigsten werden Medikamente angewendet, welche Codein enthalten. Auch der Wirkstoff Dextrometorphan ist wirksam.