Dr.med. Urs Honegger

Rauchen

Geschichte:

Am 12. Oktober 1492 entdeckte Columbus Amerika. Von dort kam die Tabakpflanze und damit der Tabak nach Europa. 1880 wurde die erste Zigarette maschinell hergestellt. 1910 entstanden die Zigarettenmarken Camel und Luckie, 1930 Philipp Morris. 1952 wurde die Filterzigarette erfunden.

1964 wurde der Terry-Bericht der amerikanischen Regierung veröffentlicht, welcher erstmals die gesundheitsschädigende Wirkung des Rauchens beschrieb.

Zigaretten-Rauch:

Im Zigaretten-Rauch konnten mehr als 4000 verschiedene Substanzen isoliert werden.
85 % des Rauches besteht auf Stickstoff, Sauerstoff und Kohledioxid.
Nikotin ist die Substanz, welche zur Abhängigkeit führt.
Kohlenmonoxid vermindert die körperliche Leistungsfähigkeit.
Feste Teile enthalten u. a. Teer.

Abhängigkeit:

Nikotin ist eine psychoaktive Droge. Bei einem Konsum von mehr als 15 Zigaretten/Tag ist häufig eine Nikotinabhängigkeit vorhanden. Mit dem Fragebogen von Fagerström kann dies bestimmt werden. Körperliche Abhängigkeit bedeutet, dass es beim plötzlichen Absetzen zu Entzugsymptomen kommt.
Daneben gibt es aber auch eine psychische Abhängigkeit. Bei bestimmten Tätigkeiten, z.B. Kaffeetrinken nach dem Essen, Telefonieren, Autofahren wird immer eine Zigaretten angezündet. Diese wird von der Werbung tatkräftig unterstützt.

Gesundheitliche Schädigung:

Krebs: Lunge, Kehlkopf, Mundhöhle, Speiseröhre.
Chronische Bronchitis, Emphysem, respiratorische Insuffizienz.
Koronare Herzkrankheit, Arterioskerose, Raucherbein.

Entwöhnung:

Kollektive Methoden:
Gegenreklame, Aufklärungskampagnien, Warntexte, Warnbilder, Steuererhöhung.

Individuelle Methoden:
1. Motivation: Ohne Motivation gibt es keinen erfolgreichen Rauchstopp. Nichtraucher wird man im "Kopf".
2. Nikotinersatz: Nikotinersatzprodukte sind lediglich Hilfsmittel. Es gibt Kaugummi, Pflaster, Nasenspray und den Nikotin-Inhaler.
Neu gibt es eine elektronische Zigarette, mit welcher Nikotin mit Rauchgeschmack inhaliert werden kann.
3. medikamentöse Unterstützung: Diese Medikamente unterstützen die Raucher in ihrem Wunsch, rauchfrei zu werden.


Kontrollen des Rauchens können mit Messung des Cotinins im Urin oder des Kohlenmonoxids in der Ausatmungsluft erfolgen.