Dr.med. Urs Honegger

Restless-Legs-Syndrom

Das Restless-Legs-Syndrom (=RLS), auf Deutsch übersetzt "unruhige Beine", ist eine häufige Erkrankung. Bis 10% der Bevölkerung leidet darunter.

Symptome: In Ruhe treten unangenehme Dysästhesien (Gefühlsstörungen) an den Beinen beidseits auf. Die Patienten müssen dann aufstehen und sich bewegen. Dadurch kommt es zu einer vollständigen Linderung. Der Schlaf kann gestört werden.
Gelegentlich treten unwillkürliche Beinbewegungen (Zuckungen) im Schlaf auf. Man spricht da von periodischen Beinbewegungen (periodic limb movements = PLM).

Diagnose: Die Diagnose wird klinisch anhand der typischen Symtome gestellt. Apparative Messungen sind hin und wieder nötig.

Ursache: Die Ursache ist meistens unbekannt. Manchmal tritt das RLS bei Eisenmangelanämie, Polyneuropathie und Parkinson auf. Gelengentlich können auch Medikamente das RLS als Nebenwirkung verursachen, z.B. Antidepressiva, Neuroleptika.

Therapie: Mit Medikamenten können die Beschwerden gelindert werden.
Initial wird L-Dopa (z.B. Madopar) eingesetzt. Wenn dies nicht genug wirkt, können andere Dopaminagonisten (z.B. Sifrol) gegeben werden. Als Alternative kommen Opiate in Frage.