Dr.med. Urs Honegger

Die Sauerstofftherapie

Bei einer sehr schlechten Funktion der Lunge wird zu wenig Sauerstoff ins Blut aufgenommen. Dies führt zu Störungen im Körper.

Von aussen kann dem Körper Sauerstoff zugeführt werden. Es kommen dabei folgende Möglichkeiten als Gasquellen in Frage:
- Gasdruckflaschen
- Sauerstoffkonzentrator
- flüssiger Sauerstoff

Mit einer Sonde in die Nase oder bei ausgewählten Fällen mit einer Sonde in die Luftröhre wird der Sauerstoff von der Gasquelle in den Körper gebracht. Damit kann der Sauerstoffgehalt im Körper des Patienten verbessert werden. Der Sauerstoff muss während mindestens 16 Stunden pro Tag zugeführt werden. Die Therapie wird deswegen auch Dauersauerstofftherapie genannt. Es handelt sich nicht um die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie!

Ein grosses Problem stellt der Sauerstoffmangel bei mobilen Patienten dar. Der Sauerstoffverbrauch bei körperlicher Aktivität ist grösser als in Ruhe. Leider hat der Körper kein Sauerstoffreservoir. Der zugeführte Sauerstoff wird sofort verbraucht.

Mit kleinen Sauerstoffdruckflaschen kann unterwegs zusätzlich Sauerstoff eingeatmet werden. Diese Flaschen sind schwer und rasch leer.

Beim Flüssigsauerstoff kann aus dem Behälter, welcher zu Hause steht und alle 1 bis 2 Wochen ausgewechselt wird, in einen kleinen Behälter Sauerstoff für den Gebrauch unterwegs abgefüllt werden. Neu gibt es auch Konzentratoren, welche mit einem Akku betreiben werden. Diese Apparate sind leicht und können mitgetragen werden.

Diese Sauerstofftherapie ist aufwendig und kostspielig. Sie darf nur bei Patienten angewendet werden, welche klar definierte Kriterien erfüllen. Die Patienten müssen regelmässig durch einen Lungenfacharzt kontrolliert werden.